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Frau Kreiter Anna wird 100 Jahre alt

St. Pauls, 22.09.2007

Frau Kreiter wurde am 22.09.1907 in Perdonig als eines von 4 Kindern geboren, ihre Geschwister waren Maria, Toni u. Martha. Ihre Mutter war eine geborene Golli. Der Vater war einziger Sohn und trug den Spitznamen "Prinz", weshalb Frau Kreiter unter den älteren Dorfbewohnern heute noch als "Prinzn-Nannele" bekannt ist.

Ihr Vater war recht unternehmungslustig und hatte im Lauf der Jahre verschiedene Höfe in Pacht. Daher zog die Familie u. a. auch nach Schloss Lebensberg bei Meran. Zwischenzeitlich besaß die Familie auch einen kleinen Hof bei Blumau, wo die Mutter tragischerweise ertrank. Seit dieser Zeit hatte Anna eine große Scheu vor Wasser. In den 40ziger Jahren lebte die Familie für einige Jahre in einer vom Vater selbst errichteten Behausung in der Nähe der Niederfriniger Wiesen, wo Anna im Sommer Anna mit ihren Geschwistern das Vieh einiger Überetscher Bauern hütete. Für einige Jahre hat die Familie auch dort überwintert; wenn man die Reste der auch heute noch "baita Prinz" genannten Hütte sieht, kann man sich das gar nicht mehr vorstellen.

Nach dem Tod der Eltern, Anna war schon um die 50, arbeitete sie als Dienstmagd bei verschiedenen Familien, manchmal auch gemeinsam mit der Schwester Martha, um die sie sich zeitlebens kümmerte. Anna war immer eine recht resolute Person, mit einem guten Mundwerk; selten blieb sie eine passende Antwort schuldig. Ihre große Liebe galt dem Vieh, vor allem den Ziegen und Schafen.

Als die Kräfte nachließen zog sie mit ihrer Schwester Martha ins "Paulsner Spital", wo eine schöne Zeit für die beiden begann, denn v. a. das gute und reichliche Essen wussten sie sehr zu schätzen. Nach dem Tod der Schwester vor einigen Jahren zog sich Anna mehr und mehr vom Heimleben zurück.
Wenn auch die Sinne nachgelassen haben, Frau Anna ist mittlerweise völlig blind und taub, so weiß sie heute ein gutes Mus immer noch zu schätzen. Auch ein Stück der Torte zum 100. Geburtstag hat sie zur Freude der Betreuerinnen mit sichtlichem Genuss verspeist.

Der Neffe Hermann Ausserer

Die Betreuer der Pflegestation

Herbstbeginn

St. Pauls, 22.10.2018

Den „Altweibersommer“ genossen wir im Wohn- und Pflegeheim St. Pauls besonders. Beim Kastanienbraten mit Hausmeister Konrad wärmten wir uns auf und zur Ziehorgelmusik unseres Heimbewohners Ebner Arnold aßen wir die frischgebratenen „Keschtn“. Aber auch Giorgio und seine Singfreunde begeisterten uns wieder mit

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